[Politik] Ich will auch ein Manifest
Paula, 22. 09. 09|21:Sep
EVERYTHING MOVES, exposition Jean Tinguely META HARMONY IV (detail) mit CC-Lizenz von Akbar Simonse
Ich glaube, dass es niemanden angeht mit wem mein Nachbar Sex hat.
Ich glaube, dass Homosexualität genauso natürlich ist wie Heterosexualität.
Ich glaube, dass niemand das Recht hat einem anderen Menschen einzureden seine sexuelle Orientierung sei eine Krankheit.
Deshalb werde ich solange für die Rechte homosexueller Menschen kämpfen, bis sie gleiche Familien- und Eheschließungsrechte haben wie heterosexuelle Menschen. Auch Schwule sollen adoptieren können und auch Leseben sollen wichtige medizinische Entscheidungen für ihre Partnerin treffen dürfen.
Deshalb werde ich solange Aufklärungsarbeit machen, bis Schwuchtel keine Beleidigung mehr ist, sondern eine Tatsachenbeschreibung wie Brünette auch.
Deshalb werde ich freundlich aber bestimmt jeden der mir erzählt Homosexualität sei eine Lifestyleentscheidung darauf hinweisen, dass er Unfug erzählt.
Warum schreibe ich das? Weil mir am Infostand am Montag eine Diakonissin die sich der evangelikalen Bewegung zuordnet erzählt hat, dass sie die Grünen nicht wählt weil Volker Beck ein Seminar auf dem Christivalbekämpfte das Homosexuelle die nicht so leben wollen von ihrer Neigung heilen wollte. Die Diakonissin wollte von mir hören, dass nicht alle Grünen so denken wie “der Herr Beck”. Diesen gefallen konnte ich ihr nicht tun.
Das ist natürlich erstmal nur ein schnell hingerotztes Manifest. Eine Zusammenfassung und Radikalisierung dessen was ich der Diakonissin erzählte. Ich wäre froh um eure Verbesserungsvorschläge.
4 Reaktionen auf “[Politik] Ich will auch ein Manifest”
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am 23. 09. 09 um 9:23
Das unterschreibe ich ungeschaut. Wirklich. Ich finde die staatliche Benachteiligung homosexueller Paare im Zeitalter der Gleichberechtigung unbedingt nötig.
am 23. 09. 09 um 13:23
Öhm. Du meinst doch sicher die staatliche Gleichberechtigung, oder?
am 23. 09. 09 um 13:23
Ja:
staatliche Gleichberechtigung = nötig,
staatliche Benachteiligung = anachronistisch und überholt
am 23. 09. 09 um 17:23
Erst wenn mir jemand die Heilbarkeit von Heterosexualität nachgewiesen hat, fange ich an, mit ihm oder ihr, über die Heilbarkeit von Homosexualität zu diskutieren.
By the way: Wann wird eigentlich Homophobie als Krankheit anerkannt?